Berühmtheiten im Kirnitzschtal

Die berühmte gelbe Bank im Kirnitzschtal

Gelbe Bank am Nassen Grund "Kein Sterbenswörtchen" ist ein höchst amüsanter Krimi der erfolgreichen Pfarrer-Braun-Reihe mit Ottfried Fischer: Die katholische Kirche erbt überraschend fünf Millionen Euro – allerdings nur unter der Bedingung, dass Pfarrer Braun in die Gemeinde Liebwitz in Sachsen versetzt wird. Braun soll hier den ungesühnten Mord an Friedrich Dobertin aufklären, dem Gatten der verstorbenen Gönnerin. [Prisma-online]

Foto: Prof. Helmut Bauch

Während Pfarrer Braun im Wagen seiner Haushälterin unterwegs ist, wird diese zum Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr gerufen. Mit den Worten "Großalarm. Ich muß zum Einsatz! … Bis zum Jungbrunnen sind es noch gut sechs Kilometer. Ein guter Einstieg für’s Fitnessprogramm!" wirft sie Pfarrer Braun aus dem Wagen. Was nun? Während sich der Geistliche mit dem Gedanken eines längeren Fußmarschs anfreunden muß, erhellt sich plötzlich seine Mine: Ein Klingeln ertönt! Es stammt vom Triebwagen 1 der Kirnitzschtalbahn, der am Depot in Richtung Bad Schandau steht und nur auf Pfarrer Braun zu warten scheint.

Wohin die Fahrt mit der Straßenbahn geht, welche seltsame Rolle ein Handy spielt, wie die gelbe Bank an der Haltestelle "Nasser Grund" zu Ehren kam und warum es auf der Bastei Autofenster gibt, erzählen Ihnen gern unsere Fahrer und Schaffner. Sie dürfen gespannt sein!

 

Titanic-Star am Fischkopffelsen

Hollywood im Kirnitzschtal - das hat es im Juni 2008 tatsächlich gegeben!

Der VorleserFür die Verfilmung des Bernhard-Schlink-Romans "Der Vorleser" wurde eine Straßenbahn gesucht, die dem Erscheinungsbild der 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entsprach. Schließlich wurde die Filmgesellschaft im Kirnitzschtal fündig. Der historische Wagenzug, bestehend aus Triebwagen 5 und Beiwagen 12, entsprach den Vorstellungen am besten; allerdings nicht in seinem seinerzeitigen Erscheinungsbild.

Foto: Dr. Günther Walter

Als Ersatz für die ursprünglich vorgesehene Nicole Kidman spielte nun Kate Winslet die Rolle der Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz. Dafür wurde der historische MAN-Zug der Kirnitzschtalbahn nach Görlitz umgesetzt. Dort standen die Häuserfassaden der Gründerzeit als passende Kulisse für das Nachkriegsdeutschland.
Werbung LibellaGedreht wurde in Görlitz vom 7. bis zum 9. März 2008, dazu war der Zug umlackiert und künstlich verschmutzt worden. Zudem bekam er zeitgenössische Werbeaufschriften angebracht.
Am 24. Juni 2008 mußten einige Szenen erneut gedreht werden. Da sich der Zug inzwischen wieder in seiner Heimat befand, wurden die Dreharbeiten kurzerhand in die Sächsische Schweiz verlegt. Die Kirnitzschtalbahn verkehrte im Schienenersatzverkehr. Obwohl von 12 Uhr bis 23 Uhr gearbeitet wurde, mußte drei Tage später erneut gedreht werden. Dieses Mal allerdings ohne Kate Winslet, dafür jedoch während des Linienbetriebs im Halbstundentakt.

 Werbung am MAN-Zug

 

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